PALAZZETTI MAGAZINE

Eine neue, vervielfältigte Zeitperspektive ist unabdingbar, um über Zukunft zu sprechen und sie möglich zu machen.

Ein Auszug aus einem langen Interview mit Ingenieur Marco Palazzetti über sein internationales Engagement in Versammlungen, bei denen die Energierichtlinien der Zukunft analysiert werden, um sie in konkrete Maßnahmen im Bereich der Biomasse-Heizung umzusetzen.

Als ich Marco Palazzetti frage, was man braucht, um verantwortungsvoll in die Zukunft zu blicken, antwortet er: „Eine Brille„. So beginnt dieses Interview, mit einer eindrucksvollen und klaren Metapher. Behalten wir sie im Hinterkopf, denn sie wird uns helfen, einige Passagen dieser Überlegungen hinsichtlich Umwelt, Zukunft und Wirtschaft besser zu verstehen.

Ingenieur Marco Palazzetti ist ein junger Manager der Firma Palazzetti. Sein Name ist sicherlich mit dem Familienunternehmen, in dem er arbeitet, verbunden, aber sein Engagement geht weit über das Unternehmen hinaus und bringt ganz konkret eine Vision zum Ausdruck.

Der Blick auf 2070

Im Geschäftsleben sind wir es gewohnt, zukunftsorientiert zu denken: für den Verkauf ist der Horizont täglich, höchstens monatlich, für das Budget jährlich, der Geschäftsplan ist in der Regel auf die Aktivitäten der nächsten 3/5 Jahre ausgerichtet und die Geschäftsvision betrifft die Zukunft in 10 Jahren.

In Bezug auf die Umwelt müssen wir zumindest auf die nächsten 50 Jahre schauen; wir müssen unsere Dimension der Zukunft anpassen. Das betrifft nicht mehr nur unser eigenes Leben, sondern auch und vor allem das der Generationen, die in den kommenden Jahrzehnten den Planeten bewohnen werden.”

Hier kommt die Brillen-Metapher ins Spiel.

“Um eine Vision zu haben“, erklärt Palazzetti, „müssen wir weit vorausschauen, wir müssen die üblichen Größenordnungen verändern. Wenn es um Klima und Umwelt geht, interessiert uns nicht das Übermorgen, sondern wir müssen darüber nachdenken, wie wir die nächsten Jahrzehnte positiv beeinflussen können. Unabhängig von allem.

Solange wir nicht so denken, ist jede Handlung nutzlos. Wir müssen Verantwortung für die Existenz des Planeten in all seiner Komplexität und Fragilität übernehmen, als grundlegendes Paradigma für zukünftige innovative Entscheidungen.

An dieser Stelle frage ich, wie sich das alles mit den Interessen von Palazzetti vereinbaren lässt, wie Geschäft mit Nachhaltigkeit und Schutz des Planeten Hand in Hand gehen kann. “ Es ist wichtig, die Brille von Mal zu Mal zu wechseln„, antwortet er.

Komfort und Gesundheit – eine Einheit

Wissen Sie“ – fährt Marco fort – „wir sind ein Familienunternehmen, meine Großeltern, unsere Eltern und jetzt wir der jüngsten Generation teilen die Idee, dass es keinen Wohnkomfort geben kann, der nicht mit der Umwelt verbunden ist. Man könnte sagen, dass Komfort und die Gesundheit des Planeten in der Tat eng miteinander verbunden sind.

Für ein Unternehmen wie das unsere ist es ganz natürlich, so zu denken, nicht nur, weil wir direkt an einem der wichtigsten Zukunftsfragen beteiligt sind, nämlich der Energie, sondern auch, weil hier Generationen, Kinder und Enkelkinder hindurch gehen. Ihre Anwesenheit ist ein Interessen-Multiplikator für die kommenden Jahrzehnte. Und das hat wenig mit Geschäft zu tun, glauben Sie mir, und sehr viel mit Liebe und Perspektive.

Eine Perspektive, die sich Palazzetti schon vor vielen Jahren zu Eigen gemacht hat. Tatsächlich wollte mein Vater schon in den 80er Jahren den Firmennamen mit dem verbinden, was ihn bis heute auszeichnet: „die Wärme, die der Natur gefällt“. Eine Synthese unserer Werte und Leitprinzipien: Respekt für die Umwelt, Energieeinsparung und die Suche nach höchster Nachhaltigkeit.

Und dann möchte ich an eine Pressekampagne von 1992 erinnern. Eine starke, weitsichtige Kampagne, in der die zehn Gebote in einer umweltfreundlichen Version neu formuliert wurden und in der das Augenmerk auf die zukünftigen Probleme gelenkt wurde. Was sich nach Panikmache anhörte, war lediglich eine korrekte Perspektive.

Im Namen dieser Perspektive, fährt Palazzetti fort, findet meine Arbeit nicht ausschließlich in der Fabrik oder im Büro statt, im Gegenteil: das Ziel ist es, die innovativen Elemente unserer Forschung mit den Prioritäten zu verbinden, die sich aus den internationalen Versammlungen ergeben, bei denen wir uns für die Realisierung einer kohärenten Zukunftsvision einsetzen.

Für eine neue Umweltperspektive

Die Sicherheit, mit der ein 16-jähriges Mädchen (Greta Thunberg – schwedische Aktivistin für nachhaltige Entwicklung und gegen den Klimawandel- Anm. d. Red.) beschreibt, wie sie sich die Welt vorstellt, wenn ihre Tochter 60 Jahre alt sein wird – also in etwa 70 Jahren – sollte uns zum Nachdenken über diese Fähigkeit des Perspektivwechsels anregen, eine Fähigkeit, die unserer Meinung nach unerlässlich ist, um auf nachhaltige Weise zu handeln.

Man sollte noch einmal wiederholen, dass wir die erste Generation sind, die den Klimawandel vollständig nachvollziehen und die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann”  erklärte Petteri Taalas, Generalsekretär der WMO (Weltorganisation für Meteorologie).

Noch nie war diese Aussage so wahr, so relevant und so dramatisch missverstanden. Es ist an der Zeit, unsere Brille aufzusetzen und das zu tun, wozu wir ethisch, moralisch und wissenschaftlich verpflichtet sind.

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Anna sale in cattedra ogni giorno e poi scende. Si occupa di educazione (anche all’ambiente), di storytelling (anche e soprattutto aziendali), si appassiona ai prodotti che hanno un’etica dentro. E di quelli scrive volentieri.