PALAZZETTI MAGAZINE

Wenn nicht jetzt, wann dann?  Dies ist der Titel des Romans von Primo Levi aus dem Jahr 1982, aber es ist auch ein Satz, der uns zum konkreten Handeln auffordert.

Wenn nicht jetzt, wann werden wir endlich anfangen, über unsere Umwelt zu sprechen und konkret zu handeln? Wir können jederzeit damit beginnen, aber heute, der 5. Juni 2020, ist ein besonderes Datum: es ist der Weltumwelttag, dessen Hauptziel es ist, in jedem von uns ein Bewusstsein für das Thema des dramatischen Rückgangs der Natur und der Artenvielfalt unseres Planeten zu schaffen.

Etwa eine Million lebender Arten (von einer geschätzten Gesamtzahl von etwa 8,7 Millionen) sind vom Aussterben bedroht. Mit der Artenvielfaltskrise ist auch die Bereitstellung von Ökosystemleistungen, von Nahrung, Holz, Wasser, Medikamenten, gefährdet. Das gleiche Risiko besteht bei der Klimaregulierung, dem Bodenerosionsschutz.

Die Artenvielfaltskrise bedroht viele Bereiche, wie z.B. wichtige Versorgungsleistungen (Ökosystemdienstleistungen, Nahrung, Holz, Wasser und Medikamente), die Klimaregulierung und den Bodenerosionsschutz.

Dadurch können sich erhebliche Konsequenzen für uns alle ergeben.

Fokussieren wir uns auf Holz

Holz ist die erste erneuerbare Energie (34% in Italien) und trägt dazu bei, den Treibhauseffekt zu bekämpfen, indem es das italienische Walderbe aufwertet und schützt.

In Italien, wie auch im restlichen Europa, nimmt die Waldfläche ständig zu: sie wächst um 1000 Quadratmeter pro Sekunde und hat mittlerweile 10,9 Millionen Hektar erreicht. Im Gegensatz zu dem, was viele Leute denken, sind die Wälder in Italien wie in Europa nicht am Verschwinden. Durch das Fällen der Bäume und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung erhält man Materialien für Möbel, Bauarbeiten und auch Holz zum Heizen. Aber es trägt auch zu deren Gesundheit, der Wirtschaft des Landes und der Umwelt bei. Es wäre falsch zu denken, dass der beste Weg, den Wert der Wälder zu steigern, darin bestünde, sie ihrem Schicksal zu überlassen. Wie alle kostbaren Dinge brauchen auch Wälder Pflege und Aufmerksamkeit und müssen ständig revitalisiert werden.

Während des gerade beendeten Lockdowns haben viele Menschen die Forstwirtschaft scharf kritisiert und dem Sektor vorgeworfen, die Wälder auszubeuten, als wären sie „Holzminen“.

Das ist völlig falsch.

Diejenigen, die in diesem Sektor arbeiten, schützen den Wald und zerstören ihn nicht. Daher ist es klar, dass der Vorwurf, Forstunternehmen würden Wälder ausbeuten und zerstören, völlig falsch und unbegründet ist und wird durch offizielle Daten widerlegt. Die Unternehmen der Holzenergiekette arbeiten nach genauen Vorschriften und Regeln, aber vor allem mit Rücksicht auf die Gesundheit der Wälder und der Bürger. Es liegt im vollen Interesse der Beteiligten in dieser Kette, den Wald zu schützen und nicht zu zerstören, denn auch sie würden mit ihm „sterben“.

Man muss sich der Vorteile bewusst werden, die die Natur und insbesondere Holz bieten.

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