PALAZZETTI MAGAZINE

Die bei Jung und Alt gleichermaßen beliebte Tradition des Weihnachtsbaums ist von einer geheimnisvollen und magischen Atmosphäre umhüllt, die sich in früheren Festen, Märchen und verstaubten Dokumenten verliert. Auch wenn der wahre Ursprung dieses Brauchs nicht eindeutig geklärt werden kann, führen uns die faszinierenden Legenden, die ihn umgeben, auf eine Reise durch die Zeit.

In der Antike wurde in vielen heidnischen Kulturen der Wintereinbruch gefeiert, indem Bäume als Symbol für den Wechsel der Jahreszeiten und als Vorzeichen für ein erfolgreiches Jahr geschmückt wurden. So dekorierten beispielsweise die Kelten Tannenbäume mit Bändern und verschiedenem Zubehör, um einen fruchtbaren Frühling zu garantieren. Die Wikinger wiederum verzierten die typische nordeuropäische Fichte mit Früchten, um Fruchtbarkeit zu versprechen. In Tallinn, Estland, stand einige Jahrhunderte später auf dem Rathausplatz eine riesige Tanne, um die herum Männer und Frauen tanzten, in der Hoffnung, ihre Seelenverwandten zu finden.

Fazit: unterschiedliche Länder, aber ähnliche Traditionen.

Das Stadtzentrum von Colmar, Elsass, zur Weihnachtszeit. Foto Sami Sert | iStock

Ein Zeitsprung durch die Jahrhunderte führt uns an die deutsch-französische Grenze, und zwar nach Straßburg: Dort soll der erste Weihnachtsmarkt im Jahr 1500 entstanden sein. Die Stadt wurde mit Papierschmuck, Äpfeln, Zucker und glitzernden Gegenständen, die aussahen als seien sie aus Gold, verziert. Es ist kein Zufall, dass die elsässische Hauptstadt und die Städte der Region zu den beliebtesten Reisezielen im Dezember gehören!

Der “moderne” Weihnachtsbaum

Weitere faszinierende Anekdoten tauchen auf, wenn es um die Geschichte des Weihnachtsbaums geht. Eine davon betrifft Martin Luther, den Begründer des Protestantismus: Offenbar inspirierte ihn der Effekt des Mondes, der sich in einem gefrorenen Baum spiegelte, dazu, sein Haus zu schmücken. Hierzu nahm er einige Zweige mit ins Haus und schmückte sie mit Kerzen, wie auf einigen Gravuren aus dem 19.Jahrhundert zu sehen ist.

Eine zweite Erzählung aus dem 17. Jahrhundert handelt von der Herzogin von Brieg. Unzufrieden mit der Weihnachtsdekoration in ihrem Schloss, ließ die deutsche Adelige einen kleinen Tannenbaum aus dem Garten holen, um einen leeren Bereich im Festsaal zu füllen, und startete damit eine ikonische Tradition.

Noch mehr Geschichten hierzu gehen auf das 19. Jahrhundert zurück. Es heißt, die polnische Tradition des mundgeblasenen Glasschmucks sei auf Wunsch von Ludovika von Bayern, der Mutter von Prinzessin Sissi, entstanden, obwohl andere diese Geschichte bestreiten und sagen, dass die Mutterschaft auf die Wiener Prinzessin Henriette von Nassau Weilburg zurückgeht.

In Italien wurde der Weihnachtsbaum dank Königin Margherita von Savoyen zur Tradition: Der Überlieferung nach wurden die ersten aus Osteuropa importierten Glasdekorationen Ende des 19. Jahrhunderts von dieser zum Schmücken des Weihnachtsbaums des Palazzo del Quirinale gewünscht.

Doch was ist der wahre Ursprung? Man weiß es nicht, aber vielleicht macht diese geheimnisvolle Aura die Faszination dieser Tradition noch größer. Schließlich ist das Wichtigste die Zeit, die man um ihn herum verbringt, und die ist umso schöner, wenn die Flamme eines Kamins in seiner Nähe knistert.

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Valeria si occupa di Content per Cricket Adv e dal 2015 gestisce i social Palazzetti. Nel web scrive di beauty, lifestyle, arredamento e cucina. Ama la musica, l'arredamento scandinavo e il buon cibo!